Start Medienkompetenz Schülerradio Mit dem Mikro an Mitschüler herangewagt

Mit dem Mikro an Mitschüler herangewagt

Eine eigene Radiosendung zu produzieren, ist für die Schüler der Cochemer Realschule plus eigentlich nichts Neues. Mit ihrem Hausmeister Thomas Schenk machen einige Schüler bereits seit einem Jahr Schulhofradio, mit dem sie in den großen Pausen auf Sendung gehen. Jetzt konnte die Klasse 9a mit ihrer Klassenleiterin Martina Friderichs an einem Schülerprojekt teilnehmen und einen Eindruck von der Arbeit echter Rundfunkmoderatoren bekommen.
Die Moderatoren Stefan Krombach und Elena Raddatz, die für den Jugendradiosender „Das Ding“ arbeiten, bieten bundesweit Workshops für Schüler an.
An drei Schultagen bekommen die Schüler einen Einblick in die Arbeit der Moderatoren, erfahren, wie aufwendig es ist, eine Sendung zu produzieren und wie viel Arbeit in ein paar Sendeminuten steckt. Für ihre Sendung lernten die Neuntklässler ein Interview zu führen. Die Arbeitszeiten der Schüler waren von 9 bis 16 Uhr täglich, deutlich länger als ihre normale Schulzeit dauert.

Aber die Neuntklässler waren mit Feuereifer bei der Sache und hatten sichtlich viel Spaß bei ihren neuen Aufgaben. Am ersten Projekttag ging es sehr theoretisch zu, denn ein gutes Interview muss gut vorbereitet werden. Beim Brainstorming wurde das Thema für die geplante Schülerumfrage ermittelt. „Shopping“, hieß dann das Ergebnis, mit dem sowohl Jungen als auch Mädchen gut leben konnten.
Mit den gemeinsam erarbeiteten Fragen machten die Neuntklässler sich am zweiten Projekttag auf den Weg ins benachbarte Gymnasium, um dort in der großen Pause Schüler und Lehrer zu deren „Einkaufsverhalten“ zu interviewen. Mit im Gepäck hatten die Schüler nicht nur gute Tipps von den Profis, sondern auch deren Equipment. Ausgerüstet mit Aufnahmegeräten, Kopfhörer und Mikrofonen hatten sie bald einige brauchbare Aufnahmen „im Kasten“, mussten sich aber auch kritische Bemerkungen oder Albernheiten von den Befragten gefallen lassen. Nach den Interviews wurden die Texte über die Laptops der Moderatoren aufgespielt, bearbeitet und zu einer brauchbaren Sendung zusammengeschnitten. Am Ende der Projektarbeit konnten die Schüler dann die Früchte ihres Erfolgs genießen. Tags darauf, zwischen 13 und 15 Uhr, konnten sie voller Stolz ihre Sendung im Radio verfolgen. Möglicherweise wurde mit dem Projekt bei dem ein oder anderen sogar ein neuer Berufswunsch geweckt.

 

Quelle: RZ Mittelmosel vom Samstag, 8. September 2012, Seite 13. Geschrieben von Ulrike Platten-Wirtz.

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