Start Aus den Lernbereichen Religion und Ethik Realschüler besuchen das St. Hedwig Seniorenheim in Cochem

Realschüler besuchen das St. Hedwig Seniorenheim in Cochem

Ethikschüler spielen einmal wöchentlich Brettspiele mit den Heimbewohnern

Eine Gruppe von 12 SchülerInnen der Stufen 7 und 8 besuchten in den letzten Wo­chen regelmäßig das Seniorenzentrum St. Hedwig, um mit interessierten Heimbe­wohnern in gemütlicher Runde einfache Brettspiele zu spielen. Da die SchülerInnen aus der Jahnstraße keinen langen Weg hatten, blieb nach einer kurzen Begrüßung ge­nügend Zeit Teams zu bilden und zu spielen. Meist entschied man sich für „Mensch ärgere dich nicht!“ oder Halma, weil sie für jedermann einfach und verständlich wa­ren und Raum für ein kleines 'Plauderchen' für Zwischendurch zuließen. Ein Paar hat­te sich gefunden und spielte Mühle. „Herr G. ist wirklich gut und ich muss mich sehr anstrengen, um auch mal gewinnen zu können. Den ein oder anderen Zug hat er mir beigebracht“ (Martin, 15 Jahre). Das Spielverhalten war sehr unterschiedlich. Manche saßen da und waren voll im Spiel vertieft, bei anderen wurde oft gelacht und die Spielfiguren bewegten sich nur sehr 'langsam' in Richtung Ziel und andere erzählten sich aus ihren doch so unterschiedlichen Lebenswelten.

 

Diplompädagogin Frau Waldorf und Ethiklehrer Herr Mc Clellan sind der Meinung, dass diese Begegnung von Jung und Alt allen Beteiligten gut tut. Zum einen lernen die jungen Menschen die älteren Menschen mit ihren Beeinträchtigungen wahrzuneh­men und in Verbindung mit konkreten Erfahrungen zu respektieren. „Man ändert sei­ne Meinung und sein Verhalten über die älteren Mitbürger“ (Kevin 13 Jahre). Zum anderen kommt Abwechslung in das Leben der Heimbewohner. Oft erinnern sie sich durch die jungen Menschen an die Zeit, als sie selbst noch jung waren und geben den Schülern ein wenig Geschichte, nämlich ihre Geschichte mit.

„Ich bin froh, dass es jüngere Menschen gibt, die auch mit uns etwas unternehmen.“ (eine Bewohnerin)