Start Sonstiges Verschiedenes Schulleiter Franz-Josef Göbel feierlich verabschiedet

Schulleiter Franz-Josef Göbel feierlich verabschiedet

Nach über 40 Dienstjahren wurde Franz-Josef Göbel am Mittwoch, dem 03.07.2013, offiziell in den Ruhestand verabschiedet.

Herr Göbel trat seine erste Stelle in den 70er Jahren in Cochem an und arbeitete rund 20 Jahre dort. Nach einem „Ausflug als Konrektor“ an die Regionale Schule Untermosel kehrte er im Februar 2009 wieder zurück an seine alte Wirkungsstätte.

Bei den Feierlichkeiten mit den Ehrengästen, seiner Familie, den Kollegen, ehemaligen Kollegen sowie den Elternvertretern und dem Förderverein wurde sehr deutlich, wie schwer es dem Kollegium fällt, ihren Schulleiter in den Ruhestand gehen zu lassen.

In einem sehr persönlichen und liebevoll gestalteten Programm, das von musikalischen Darbietungen der Bläserklasse, des Schulchors, des Klavierbeitrags einer Schülerin der 8a und  der Schulband untermalt wurde, konnten sich die Gäste ein umfangreiches Bild von den Qualitäten dieses Schulleiters machen.

Die Reden der Ehrengäste wie z.B. der Regierungsschuldirektorin Anna-Maria Brüse (im Foto rechts), des Landrats Herrn Schnur, der Elternsprecher und des Schulleiters des benachbarten Gymnasiums, Herrn Brück, machten deutlich, wie angenehm die Zusammenarbeit mit Herrn Göbel war, auch wenn es hin und wieder das eine oder andere Problem zu lösen galt. Frau Brüse hob noch einmal die besonderen pädagogischen sowie organisatorischen Fähigkeiten von Herrn Göbel hervor, die sich in allen Beurteilungen seiner Laufbahn über die Jahre hinweg finden ließen.

Das Kollegium schätzte an Herrn Göbel besonders, dass er immer ein offenes Ohr für die Belange der Mitarbeiter hatte und seine sehr menschliche Art. Das dankten sie ihm an diesem Tag mit eine Power-Point-Darbietung zu seinem beruflichen Werdegang sowie zwei selbst gedichteten Liedern, die Michael Fuxius im Vorfeld  mit dem Lehrerchor mehrstimmig einstudierte. Seine tänzerischen Fähigkeiten musste Herr Göbel in dem Sultans-Tanz „Es war einmal…“ unter Beweis stellen.

In seiner abschließenden Rede merkt man ihm an, wie schwer es ihm fällt, seinen Beruf aufzugeben und, wie er meinte, „nun nicht mehr gebraucht zu werden“. Er war ergriffen von der herzlichen und wunderschönen Abschiedsfeier, wofür er allen, die dazu beitrugen, dankte. Ein besonderes Dankeschön gilt der Technik-AG und Herrn Schenk, die sich nicht nur um die technische Komponente der Feier kümmerten, sondern auch die anschließende Bewirtung beim Sektempfang und Mittagessen übernahmen.

Das Kollegium bedankt sich und lässt Herrn Göbel nur sehr ungern ziehen….

Wie schon mit der Pensionierung seiner Vorgängerin Frau Wies verliert die Realschule plus erneut einen hervorragenden Pädagogen und Chef….

Für die Zukunft alles erdenklich Gute, Gesundheit und eine wunderschöne Zeit, auch fernab der Schule! Wir werden Sie sehr vermissen, lieber Herr Göbel!



 

Mit einem bunten Programm verabschiedete sich die Schülerschaft der Realschule plus Cochem am Montag (1.7.2013) in der 5. und 6. Stunde von ihrem Schulleiter Franz-Josef Göbel, der fast 5 Jahre in seinem Amt an der Realschule + Cochem tätig war. In der Turnhalle am Schlossberg musste  Herr Göbel die Schüler  noch einmal bei den Spielen „Schlag den Göbel“ und „Sag die Wahrheit“ (Klasse 7d) von seinen Fähigkeiten als Schulleiter überzeugen. Er lag  in den Disziplinen „Ball hochhalten“, „Zeugnisse unterschreiben“, „Turmbau“, „Pusteball“, „Fußball-Quiz“ und dem „Cityroller-Rennen“ weit vor seinem gegnerischen Team. Dieses bestand aus sechs Personen der Schulleitung, des Kollegiums und der Schülerschaft. Den 7-Millionen-Euro-Koffer konnte Herr Göbel souverän für seinen Ruhestand sichern. Aber auch die liebevoll angefertigten Abschiedsgeschenke der SV(eine riesige Rolle mit den Fotos aller Klassen), der Klassen 9c (ein Foto-Buch) und 5b (ein „Wünschebaum“) und einer Gruppe der Ganztagsschule (selbst angefertigte Filzpantoffel) bereiteten ihm eine große Freude und zeigten, wie beliebt er bei Schülern und Lehrern war.

In seiner abschließenden Ansprache machte Herr Göbel deutlich, wie sehr ihm die Schüler all die Jahre am Herzen lagen und wie gern er seinen Beruf ausübte.

Herr Göbel trat in den 70er Jahren seine erste Stelle nach dem Referendariat an der Cochemer Realschule an und beendet seine Laufbahn schweren Herzens am selben Ort.

Die Schüler und Lehrer bedanken sich bei Herrn Göbel für die schöne Zeit, die Geduld und das Engagement und wünschen ihm alles Gute für seinen Ruhestand!

 



Folgender Artikel erschien am 5.7.2013 in der Rheinzeitung, Ausgabe Cochem-Zell:

Göbel hat märchenhafte Bilanz

Bildung Schulleiter der Realschule plus Cochem geht nach einer anrührenden Feier in den Ruhestand

Von unserem Redaktionsleiter Thomas Brost

Cochem. Eine Vokabel taucht in den Reden zum Abschied von Franz-Josef Göbel immer wieder auf: „toll“. In der dreistündigen Feier zu Ehren des scheidenden Rektors an der Realschule plus in Cochem ist die Arbeit des 64-Jährigen in seiner 41 Jahre währenden Lehrerlaufbahn durch die Bank mit „sehr gut“ bewertet worden.

Landrat Manfred Schnur erinnert daran, dass Göbel in der jüngsten Schulreform Kärrnerarbeit in Cochem geleistet hat, als es darum ging, die Klosterberg-Hauptschule mit der Realschule möglichst reibungsarm zusammenzuführen. „Das haben Sie geschafft, das ist Ihr Verdienst“, sagt Schnur und fügte hinzu: „Und das in fünf Jahren, das ist schon toll.“ Besonders beachtlich findet der Verwaltungschef, dass sich Göbel trotz der genehmigten Altersteilzeit im Jahr 2009 nochmals für diese stressige Aufgabe habe begeistern lassen. Schnur: „Chapeau, dass Sie dies auf sich genommen haben. Mit 60 geht normalerweise keiner mehr in die Verantwortung, außer in der Politik.“

Ruhig, zuverlässig, dizipliniert – so charakterisiert Anna-Maria Brüse von der Aufsichtsbehörde ADD die Eigenschaften Göbels. Sie skizziert seinen Lebenslauf: Göbel ist als Lehrer mit Ausnahme von 13 Jahren als Konrektor an der Regionalen Schule in Kobern-Gondorf immer in Cochem gewesen. Vielleicht ist das auch ein Grund dafür, dass sich zwischen Göbel und dem Kollegium ein partnerschaftliches, ja fast freundschaftliches Verhältnis entwickelt hat. Musiklehrer Michael Fuxius, der krankheitsbedingt fehlt, lässt per Brief mitteilen, „dass Sie ein toller Chef waren“. Und seine Frau Nicole unterstreicht dies mit den Worten: „Sie haben meinem Mann gutgetan.“

Die offene und direkte Art Göbels hat der Direktor des Gymnasiums, Klaus Brück, als angenehm empfunden. In vielen Fällen, so Brück, sei es gelungen, einen gemeinsamen Nenner zu finden. Gymnasium und Realschule plus betreiben seit mehr als 40 Jahren eine Gemeinsame Orientierungsstufe (GOS) für Fünft- und Sechstklässler.

Franz-Josef Göbel spricht in seiner Dankesrede an Kollegen und die Schulgemeinschaft davon, dass die Zusammenarbeit all die Jahre über „wunderbar“ gewesen sei. Und eine liebevoll gestaltete Feier mit Musik- und Tanzdarbietungen rührt den künftigen Pensionär. Er blickt mit Stolz zurück, denn man habe bei der Verschmelzung der Schularten in harter Arbeit „ein erfolgreiches Konzept erstellt“, dessen erste Bilanz sich an den Schülerzahlen ablesen lässt. Die GOS wird im Schuljahr 2013/14 16 Klassen mit 391 Schülern haben – so viele wie noch nie zuvor. „Das ist ein Zeichen, dass die Schulen im Burgsattel gut angenommen werden“, sagt Göbel zufrieden. Und ein Indiz, dass die Kollegen „hoch motiviert und engagiert“ bei der Sache sind. Göbel: „Ich habe es keinen Tag bereut, die Aufgabe als Schulleiter übernommen zu haben.“ In die Dankesrede mischt sich Nachdenkliches: Die Zahl der erziehungsschwierigen Kinder nehme an der Schule zu, die Lehrer gingen an die Grenze des Machbaren. Das sei künftig mit dem jetzigen Personalstand nicht zu schaffen, so Göbel. Es werde an der Schule einen Trainingsraum geben, in dem sich dieser Kinder angenommen wird. Als die Kollegen, in orientalischen Kostümen gewandet, ihn als „Scheich“ in die Mitte nehmen, entfährt Göbel der Satz: „Tja, das schöne Sultanleben geht leider zu Ende.“

RZ Mittelmosel vom Freitag, 5. Juli 2013, Seite 14