Start Sonstiges Verschiedenes Pädagoginnen aus dem Schuldienst verabschiedet

Pädagoginnen aus dem Schuldienst verabschiedet


In einer Feierstunde wurden Gaby Weiß-Theiß (Foto links) und Elisabeth Zenz (Foto rechts) nach über 40 Jahren im Schuldienst durch das Kollegium der Realschule plus Cochem verabschiedet.

Schulleiter Christian Etzkorn überreichte Ihnen jeweils die Urkunde der Präsidentin der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Trier und würdigte in seiner Rede ihre nachhaltige pädagogische Arbeit.

Gaby Weiß-Theiß unterrichtete mit viel Leidenschaft die Fächer Deutsch, Evangelische Religion und Bildende Kunst an der Realschule Cochem, später dann an der Realschule plus. Über viele Jahre hinweg war die in Treis-Karden geborene und heute dort noch lebende Pädagogin eine der wenigen Lehrkräfte im Landkreis mit einer Lehrbefähigung in Evangelischer Religion. Die Schule und die Evangelische Kirchengemeinde Cochem hatten sich daher in den siebziger Jahren sehr bemüht,  Gaby Weiß-Theiß, die in Heidelberg studiert hat, wieder zurück an die Mosel zu holen.  Zeitweise wurde sie auch an das benachbarte Martin-von-Cochem Gymnasium abgeordnet, wo sie ebenfalls in allen Klassenstufen Unterricht erteilte.  Schülerinnen der fünften Jahrgangsstufe verabschiedeten ihre Kunstlehrerin mit einem für sie einstudierten Tanz und vielen guten Wünschen.  Da ehemalige Schüler von Gaby Weiß-Theiß heute ihre Kollegen sind, wurde in einem humorvollen Beitrag deutlich, dass sie wohl nicht unwesentlich dazu beigetragen hat, Schüler für den Lehrberuf zu begeistern.

Elisabeth Zenz, geboren in Cochem,  war nach ihrem Studium in Koblenz und einem ersten Einsatz an der Hauptschule Lutzerath seit 1973 als Lehrerin für Deutsch, Mathematik und Katholische Religion an der Hauptschule Cochem tätig. Sie gehörte zu den ersten Lehrerinnen, die eine Lehrbefähigung für das neue Schulfach EDV erwarben und war zugleich auch in diesem Bereich als langjährige Dozentin an der VHS in Cochem tätig. Darüber hinaus  engagierte sie sich immer wieder in der Fortbildung von Kolleginnen und Kollegen in Mathematik. Ein weiteres besonderes Anliegen von Elisabeth Zenz war der Religionsunterrcht. Durch die Gestaltung von regelmäßig stattfindenden Schulgottesdiensten und gemeinsamen Gebeten zu bestimmten Anlässen trug sie wesentlich zum positiven Schulklima der Hauptschule Cochem bei.  Das soziale Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler schärfte sie durch  die Mitarbeit der Schule  in der Bolivienhilfe des Bistums Trier. Von 2004 bis zur Auflösung der Hauptschule Cochem 2010 im Rahmen der Schulstrukturreform war sie schließlich die Rektorin dieser Schule und hat zahlreiche Impulse zur Schulentwicklung gesetzt. Insbesondere die Einführung der Ganztagsschule auf dem Klosterberg wurde maßgeblich von Elisabeth Zenz mitgestaltet. Dass es vielen Lehrkräften sichtlich schwerfiel, ihre frühere Schulleiterin zu verabschieden, zeigte sich in den szenischen und musikalischen Beiträgen zur Feier, die das Wirken der Pädagogin zum Inhalt hatten.