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Schülerfirma "Apokalypto Filz" beim Landeswettbewerb in Mainz


Die Schülerfirma Apokalypto Filz der Realschule plus in Cochem nahm am 06.05.2015 am Landeswettbewerb der Schülerfirmen in Rheinland Pfalz teil. 46 Schülerfirmen hatten sich im Laufe des letzten Schuljahres gegründet. 11 davon erhielten die Chance sich im direkten Vergleich  zu bewähren und  wurden zum Landesentscheid in Mainz zugelassen.
Voraussetzung zur Teilnahme war die Anmeldung beim Projekt Junior expert des Instituts der deutschen Wirtschaft.
Ein Jahr lang wurden die Schülerinnen und Schüler in ihrer Firma tätig und hatten von der Ideenfindung  über die Produktion bis zur Vermarktung ihrer Produkte alle Arbeitsbereiche zu bewältigen. Unterstützt wurden sie dabei durch die sogenannten Schulpaten, ihre Lehrerinnen und Lehrer, die das Projekt einführten und begleiteten.

Im Fall der Realschule plus in Cochem waren das Frau Adelheid Göbel und Frau Barbara Gehle, die den manchmal steinigen Weg zu einem gelungenen Firmenauftritt ihrer Schülerinnen und Schüler mitgegangen sind. Frau Göbel erklärt: „Ich habe mich dazu entschieden, meinen Schülerinnen und Schülern diese Möglichkeit zu geben, um dadurch nötige Fähigkeiten und Fertigkeiten für die Berufsreife der Schülerinnen und Schüler weiter auszubilden und zu stärken.“  Frau Gehle ergänzt: „Schülerinnen und Schüler sind im 9. Schuljahr oft schulmüde und brauchen neue, andere und manchmal außerschulische Anreize, um sich wieder neu auf die alte Routine einlassen zu können.“

So wurde die Firma ApokalyptoFilz bereits im Schuljahr 2013/14 gegründet. Da einige der Schüler bereits im Unterricht Erfahrungen im Nähen hatten sammeln können, und alle der Meinung waren, dass das etwas war, das sie konnten, war die Geschäftsidee bald gefunden: Wir nähen Geschenke und nützliche Kleinigkeiten. Im Schuljahr 2014/15 stand bald fest, dass die Schülerfirma weitergeführt werden sollte. Drei  Schülerinnen und Schüler nahmen an einem Nähkurs teil, der  in den Herbstferien stattfand.  Nadine Portee erzählt: „Der Nähkurs war eine tolle Erfahrung. Ich habe in drei Stunden gelernt eine Handtasche herzustellen, das hätte ich mir anfangs gar nicht zugetraut. Und die Mäppchen, die wir dort kennengelernt haben sind später in unserer Firma zu einem Verkaufsschlager geworden.“

Neben der Produktion, die hauptsächlich in der Hand der Jungen lag, war auch der Verkauf ein wichtiger Aspekt der Tätigkeit. Mit der Buchhandlung Layáa-Laulhe hatten die Schüler hier einen zuverlässigen Handelspartner. Lucas  Czaja berichtet: „Regelmäßig gingen wir zur Buchhandlung um neue Gotteslobhüllen aus Filz zu liefern. Frau Layáa-Laulhe hat diese für uns verkauft und hat uns freundlich angenommen.“
Im Februar nahmen die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit wahr, an der Schülermesse in Neunkirchen teilzunehmen. Der Verkauf lief hier sehr zufriedenstellend. Auch auf dem Ostermarkt in Cochem war die Firma Apokalypto Filz vertreten. „Leider war an diesem Tag sehr schlechtes Wetter“, erklärt Tobias Niederelz, „sodass wir nur relativ wenig verkaufen konnten.“
Danach mussten die Schülerinnen und Schüler einen Geschäftsbericht erstellen, der Voraussetzung zur Zulassung beim Landeswettbewerb war. Mit einigen Anlaufschwierigkeiten wurde auch diese Hürde bewältigt und die Firma Apokalypto Filz wurde zum Landeswettbewerb in Mainz zugelassen.

Nun musste eine Bühnenpräsentation ausgearbeitet und ein Messestand vorbereitet werden. Die Schüler nahmen mit Unterstützung der Technik AG der Schule einen eigenen Rap auf, der die Lebendigkeit und Kreativität der Firma werbewirksam in Szene setzte.

Als Lohn der einzelnen Bemühungen stand am Ende ein vierter Platz im Landesentscheid, wobei zu sagen ist, dass viele der übrigen Firmen aus Gymnasial- oder Berufsschülern bestehen, die deutlich älter sind.