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Unsere Schulbusbegleiter 2010

SBB-2010

An insgesamt rund 40 sogenannte Schulbusbegleiter des Gymnasiums und der Realschule in Cochem haben Wolfgang Behrens von der Cochemer Polizei und Frank Michels, Leiter der Region Cochem bei der Sparkasse Mittelmosel Eifel - Mosel - Hunsrück, in der Realschule rote Armbinden und Buttons verteilt, die sie als Busbegleiter ausweisen. Sie sollen es ihnen erleichtern, an Haltestellen Ordnung in schubsende Schülerhorden zu bringen.


Ein Karton aus Wellpappe. Viele rote Armbinden liegen darin, bei Festen tragen Ordner ähnliche. Doch Polizist Wolfgang Behrens verteilt sie an Schüler, die meisten so um die 15 oder 16 Jahre alt. Seine Mahnung ist eindeutig: "Tragt die Sachen. Es ist wichtig, dass man euch als Schulbusbegleiter erkennt. Und bleibt bei der Stange."
Schulbusbegleiter - je circa 20 von ihnen gibt es an Realschule und Gymnasium in Cochem. Weitere gehen für die Realschule plus in Ulmen und Lutzerath sowie für die Realschule in Zell einer wichtigen Aufgabe nach: Im Schulalltag rufen sie an Haltestellen drängelnde Schüler zur Ordnung, schlichten Konflikte in den Bussen, schreiten ein, wenn andere Lehnen beschmieren oder zerstören.

 

Im Sommer 2009 hatte die Kreisverwaltung Cochem-Zell das Busbegleiterprojekt ins Leben gerufen, die Unfallkasse Rheinland-Pfalz die Ausbildung der Schüler übernommen. "Hervorragend angelaufen" sei das Projekt, so Franz-Josef Göbel, Leiter der Realschule. Die Busbegleiter zeigten soziale Verantwortung, an vielen Haltestellen gehe es nun ruhiger zu, urteilt auch Edi Reiz, ÖPNV-Referent der Kreisverwaltung.
Christian Ahnen (16) aus Senheim, Benedikt Beilstein (14) aus Ernst und Christoph Treins (15) aus Forst/Hunsrück sind Schulbusbegleiter fürs Gymnasium. Sie erläutern ein Problem ihrer bisherigen Arbeit: "Oft gaben sich auch andere als Busbegleiter aus, die gar keine sind." Das dürfte dank der neuen Binden schwerer fallen. Täglich gebe es Arbeit in und an den Bussen, erzählen sie. Das bestätigt Inge Kauter (16) aus Alflen. Allerdings glaubt sie nicht, dass allein die Armbinde ihr zu mehr Autorität verhilft: "Als Mädchen wird man da oft ohnehin eher ausgelacht." Unterkriegen lässt sie sich davon allerdings nicht. Und die Armbinden, die immerhin etwa 10 Euro pro Stück kosten, hält sie trotz allem für eine gute Sache.